Beim MPE ist es aufgrund des internen Aufbaus so vorgesehen, dass Kontakte im Speicher des Telefons und im Rufnummerspeicher der SIM-Karte verwaltet werden können. Die Kontakte im Speicher des Telefons zu speichern hat den Vorteil, dass wesentlich mehr Kontakte und für jeden Kontakt viel mehr Informationen eingegeben werden können. Der Rufnummernspeicher auf der SIM-Karte hat in bestimmten Anwendungsfällen ebenfalls seine Lebensberechtigung, allerdings lassen sich auf der SIM-Karte deutlich weniger Informationen für einen Kontakt speichern und die Anzahl der Speicherplätze ist auch deutlich kleiner.
Die Erweiterung zur Verwaltung des zweiten Rufnummernspeichers auf der SIM-Karte (SIM2), ist nur eine mögliche Zusatzfunktion. Da der MPE aber aufgrund des internen Aufbaus zeitgleich immer nur einen Rufnummernspeicher der SIM-Karte verwalten kann, konnte diese Zusatzfunktion zur Verwaltung des SIM2-Rufnummernspeichers eben nur durch eine Umschaltung implementiert werden. Es macht auch wenig Sinn mit dem Handy zeitgleich beide SIM-Rufnummernspeicher zu verwenden. Wozu sollte das gut sein, denn entweder entschließt man sich, aufgrund meiner Anfangsbeschreibung zum Vorschlag in diesem Forumsbeitrag, den zweiten SIM-Rufnummernspeicher wegen eines bestimmten Anwendungsfalls zu nutzen oder man nutzt wie meistens üblich nur den normalen SIM-Rufnummernspeicher. Außerdem bleibt dann immer noch der Rufnummernspeicher im Telefon, der ja im Grunde genommen viel komfortabler ist. Aufgrund meines zu Anfang dargestellten speziellen Anwendungsfalls nutze ich beispielsweise den SIM2-Rufnummernspeicher und den Rufnummernspeicher im Telefon, aber nicht noch zusätzlich den normalen SIM-Rufnummernspeicher. Das macht überhaupt keinen Sinn! Daher ist die Implementierung im MPE so ausgelegt, dass jedes Mal beim Umschalten von SIM auf SIM2 richtigerweise auch das Eingabefenster für die PIN2 erscheint, da der MPE nun mal davon ausgehen muss, dass das Umschalten deshalb gemacht worden ist, weil nun ein neues Handy mit einer möglicherweise anderen PIN2 verwendet wird, denn sonst ist das ständige Umschalten zwischen SIM und SIM2 bei nur einem Handy wie zuvor erläutert weniger sinnvoll!
Dass man nach dem Umschalten von SIM auf SIM2 (oder auch umgekehrt) im Menü Kontakte mit dem Mauszeiger erst über den Eintrag des zuvor aktivierten Rufnummernspeichers fahren muss, damit dieser letztendlich dann den aktuellen aktivierten SIM-Rufnummernspeicher anzeigt, sollte bei Berücksichtigung der oben erläuterten Gründe kein Problem sein. So was macht sich jetzt vielleicht beim Ausprobieren nur störend bemerkbar, aber im Echtbetrieb empfinde ich das absolut nicht als störendes Problem, da wie zuvor schon erwähnt ein ständiges Umschalten keinen Sinn macht!
Die Ziffern der PIN2 werden bei der Eingabe im Eingabefenster deshalb direkt angezeigt (also nicht mit einem Stern oder Punkt pro Ziffer verdeckt), weil so die PIN2 vor dem Bestätigen der Eingabe noch mal direkt überprüft werden kann, sonst würde sich ein Eingabefehler erst beim Verbindungsaufbau und Abgleich der PIN2 mit dem Handy anhand der Fehlermeldung bemerkbar machen und damit wäre dann schon einer von drei möglichen Versuchen bei der PIN2 Eingabe aufgebraucht.
Ein verschlüsseltes Speichern der PIN2 wäre nicht ganz so einfach machbar, denn der MPE muss die PIN2 bei Zugriff auf den zweiten SIM-Rufnummernspeicher direkt (also unverschlüsselt) übertragen. Wenn aber seitens MPE die PIN2 verschlüsselt gespeichert wäre, dann müsste diese verschlüsselte PIN2 unmittelbar vor dem Übertragen an das Handy wieder entschlüsselt werden. Demnach müsste die Verschlüsselungs- und Entschlüsselungsroutine im MPE integriert sein und könnte so auch mit etwas Aufwand herausgefunden werden. Wer aus Sicherheitsgründen die PIN2 nicht im Klartext in einer durch den MPE benutzten INI-Datei haben möchte, der kann ja für die Verwaltung des SIM2 Rufnummernspeichers die PIN2 kurzzeitig ändern oder verzichtet halt auf diese Funktion. Der Einbau einer wirklich sicheren Verschlüsselungs- und Entschlüsselungsroutine ist auch nicht mal gerade so gemacht, denn sobald die Verschlüsselungsstärke des Verschlüsselungsalgorithmus nicht so hoch ist und der Verschlüsselungsalgorithmus immer identisch ist, wäre die Verschlüsselungs- und Entschlüsselungsroutine bald im Internet bekannt und damit wäre letztendlich die durch den MPE in einer INI-Datei gespeicherte verschlüsselte PIN2 auch ziemlich schnell wieder entschlüsselbar. Somit würde sich dann die Frage nach dem Sinn so einer Verschlüsselung stellen. Entweder so was ist extrem sicher oder man kann sich den ganzen Aufwand mit einer Verschlüsselung auch sparen. Für eine wirklich sichere Verschlüsselung ist der Aufwand schon etwas höher und eine Einwegverschlüsselung, beispielsweise mittels MD5 Hash, kann nicht verwendet werden, da wie zuvor schon erwähnt der PIN2 (wie auch der normale PIN) immer direkt (also unverschlüsselt) an das Handy übertragen werden muss. Bei einem aktivierten Benutzerpasswortschutz werden die Kontakt- und SMS-Archive im MPE zwar auch nicht im Klartext gespeichert, ob die dafür verwendete Verschlüsselungs- und Entschlüsselungsroutine aber wirklich sicher ist und eventuell auch für die Speicherung der PIN2 verwendet werden kann, muss FJ beurteilen. Der Aufwand für die Umsetzung dieser Zusatzfunktion zur Verwaltung des zweiten SIM-Rufnummernspeichers sollte sich aber schon im normalen Rahmen halten, daher kann ich FJ da absolut verstehen, wenn er keine PIN2 Verschlüsselung einbaut.
Beim Eingabefenster für die PIN2 wird zuerst eine formale Überprüfung vorgenommen, ob die PIN2 nur aus Zahlen besteht und dabei mindestens 4 und maximal 8 Ziffern eingegeben worden sind. Alles was davon abweicht wird in einem Hinweisfenster als fehlerhafte Eingabe gemeldet, aber von einer falschen PIN2 wird in dem Hinweisfenster nichts gemeldet. Beim Schließen des Eingabefensters für die PIN2 erfolgt kein Abgleich mit der auf der SIM-Karte eingerichteten PIN2. So ein Abgleich erfolgt nur, wenn die eingegebene PIN2 einem gültigen Format entspricht und die Eingabe anschließend über die Schaltfläche Ok bestätigt wird.
Die Funktion wurde seitens FJ extra so implementiert, dass das tatsächliche Übertragen der PIN2 an das Handy, bzw. die SIM-Karte auf das absolute Mindestmaß beschränkt ist, um eben genau das Risiko einer Sperrung bei mehrfachen Falscheingaben so gering wie möglich zu halten.
Die meisten Anwender verwenden sowieso den Rufnummernspeicher des Telefons. Diese Lösung ist nur für wenige Spezialfälle gedacht und da sehe ich es genauso wie FJ, dass die Implementierung so wie sie jetzt ist prima funktioniert und vollkommen ausreichend ist! Unter einer Kosten-Nutzen-Abwägung hat FJ meinen Vorschlag sehr gut und sinnvoll umgesetzt!
